Tipps und Hinweise im Umgang mit dem Glätteisen

Das Glätten der Haare ist seit Jahren im Kommen und erfreut sich großer Beliebtheit. Hier stehen zwei Aspekte im Vordergrund: Geglättete oder glatte Haare zeigen erheblich mehr Glanz und sie sind für kreative Frisuren geeigneter. Der Erfolg spiegelt sich auch auf dem Markt wider. Viele Firmen präsentieren Glätteisen in unterschiedlichen Preisregionen. Dabei ist auffällig, dass die Profigeräte nicht zwangsläufig teurer als Heimgeräte sein müssen. Allerdings sind die Anforderungen seitens des Friseurs zum Teil andere. Im Salon ist ein Glätteisen den ganzen Tag im Dauerbetrieb, während eine Person im privaten Umfeld üblicherweise nur maximal dreimal pro Woche glättet. Einige Kriterien können die Kaufentscheidung erleichtern:
1. Es empfiehlt sich, das Glätteisen beim Fachmarkt zu kaufen. Der Verkäufer bzw. Händler sollte konkret über diese Gerätegattung und die Eigenschaften informiert sein und einen guten Service bieten können. Falls das Gerät doch einmal defekt ist, kann wochenlanges Warten sehr unangenehm werden. Der Fachhandel für Friseurbedarf ist eine Alternative; aber auch ein Friseur des Vertrauens kann hier weiterhelfen.
2. Die Temperaturregelung muss nicht unbedingt in zehn Stufen erfolgen. Aber es sollten zwischen etwa 120 ° C und 200 ° C in mindestens drei oder vier Stufen zur Verfügung stehen. Besondere Leistungen wie 210 ° C oder mehr sind unsinnig, weil dies für die Haare zu heiß wird. Eine stufenlose Regelung mag zunächst interessant erscheinen, vermittelt aber zu wenig Klarheit über die tatsächlich eingestellte Temperatur, wenn weder Skala noch Temperaturanzeige vorhanden sind. Ein kleines Display, dass die eingestellte Temperatur präzise darstellt, ist hier eindeutig vorzuziehen.
3. Beim Material für die Glätteisen, also die Heizplatten, überbieten sich die Hersteller regelmäßig mit neuen "Wunderwaffen" wie etwa Titanium-Keramik-Beschichtung oder Nano-Keramik-Platten mit Ionenfunktion. Fakt ist, dass beispielsweise Keramik-Heizplatten erheblich besser funktionieren als etwa die Aluminium- oder Goldbeschichtungen früherer Zeiten. Die Heizplatten sollten gleichmäßig ihre Hitze abgeben, eine möglichst glatte Oberfläche präsentieren und perfekt aufeinandergedrückt werden können. Spaltmaße wie bei englischen Sportwagen der 1970er Jahre sind hier nicht akzeptabel.
Interessant ist die Ausformung der Platten. Hier haben einige Hersteller in den vergangenen Jahren am Detail gefeilt und die Handhabung durch präzisere Rundungen der Heizplatten vereinfacht. Überhaupt sollte die Qualität als sehr wichtiges Kaufargument angesehen werden.
4. Die Kabelführung ist erstaunlich selten bei den Herstellern ein vordergründiges Thema. Dabei ist sie im Alltag sehr wichtig für alle, die selbst glätten. Der Kabelanschluss am Gerät sollte 360°-Drehungen problemlos mitmachen; sonst wird das Glätten nervig und anstrengend.
5. Die automatische Sicherheitsabschaltung ist inzwischen auch in den unteren Preisklassen meist standard. Das ist auch gut so. Immerhin ist das Glätteisen mit 200 Grad doppelt so heiß wie kochendes Wasser. In diesem Zusammenhang darf der Hinweis nicht fehlen, dass Haarglätter für Kinder unerreichbar zu lagern sind.
6. Die Aufheizzeit wird gern als Leistungsmerkmal der Hersteller angeführt. Sie beträgt mittlerweile bei fast allen Produkten weniger als 1 Minute und ist damit kein wirkliches Kaufargument. Die Anwendung des Glätteisens ist ehedem kein Vorgang, der unter massivem Zeitdruck geschehen sollte.
7. Die Kabellänge kann bei langen Haaren und bei Eigenleistung durchaus interessant sein. Unterschiede zwischen 1, 80 m und 3 m entscheiden in manchen Badezimmern bereits über Erfolg oder Misserfolg. Dies gilt insbesondere, wenn man etwa anderswo übernachtet.
8. Eine Bereitschaftsanzeige sollte Pflicht sein. Oder es ist irgendeine optische Warnung vorhanden, die zeigt, dass die Heizplatten in Betrieb sind.
9. Eine Memoryfunktion, die die eingestellten Regelungen abspeichert, kann ein praktisches Feature sein.