So funktioniert ein Glätteisen

Denkt man an die Lockenstäbe aus vorherrschaftlicher Zeit, dann haben manche angesichts eines Glätteisens nicht grundlos Angst um ihre Haare. Damals war ein Glätteisen schließlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Stück Eisen, dass man zum Erhitzen in den Ofen legte. Wehe dem, der  es zu heiß werden ließ. Statt glatter Haare oder schöner Locken gab es dann nämlich angesengte Haare, die nur noch ein Frisör mit der Schere retten konnte. Oder der Haarglätter war nicht lange genug in der Hitze und hatte deshalb auch nicht genug Wärme, um die Haare in die gewünschte Form zu bringen. Eine endlose Fummelei war die Folge.

Heute ist das wesentlich einfacher. Ein Glätteisen besteht aus zwei aufklappbaren Hälften, auf deren Innenseite sich eine beschichtete Fläche befindet. Wo früher Eisen war, haben wir heute wesentlich leitfähigere und ungefährlichere Materialien wie zum Beispiel Teflon. Sie geben die Hitze ab, verhindern, dass das Haar ansengt und schonen damit auch seine Struktur. Der Rest des Lockenstabs besteht in der Regel aus haltbarem Kunststoff. Er verhindert, dass wir uns beim Umgang mit dem Glätteisen die Finger verbrennen – auch ein hohes Risiko, mit dem man in den Anfangszeiten der Haarglätter zu leben hatte.

Ein gutes Glätteisen zeichnet sich nicht nur durch seine Teflon- oder Keramikbeschichtung aus, sondern auch durch ein Rad, an dem man die Temperatur einstellen kann. So kann man die benötigte Hitze perfekt an die Beschaffenheit des Haares und an die gewünschte Frisur anpassen: Geglättete Haare brauchen in der Regel weniger Hitze als Locken, die den ganzen Tag halten sollen. Besonders wichtig ist aber auch die Sicherheit im Umgang mit dem Glätteisen. Auf keinen Fall darf es passieren, dass das Gerät sich versehentlich einschaltet und mit seiner Hitze ein Handtuch entzündet oder eine empfindliche Oberfläche beschädigt. Bei einem guten Glätteisen muss man deshalb mehrere Sekunden auf den Knopf drücken, ehe es sich einschaltet. Je nach gewünschter Hitze benötigt es dann zwei bis drei Minuten, ehe das Gerät einsatzbereit ist. Da es im Grunde permanent über die Steckdose oder den Akku mit Strom versorgt wird, können wir jetzt stundenlang mit unserem Haarglätter arbeiten, ohne ihn zum Aufwärmen bei Seite legen zu müssen. Was für ein Vorteil gegenüber alten Eisen aus dem Ofen!

Sind Sie mit der Arbeit fertig, wird das Glätteisen einfach abgeschaltet. Zum Abkühlen sollten Sie es auf eine unempfindliche Oberfläche legen, auf gar keinen Fall aber einfach in irgendeine Tasche packen. Es ist immer noch heiß genug, um etwas anzusengen. Viele Hersteller liefern mit ihrem Glätteisen heute hitzebeständige Taschen, in denen man auch ein warmes Eisen gefahrlos aufbewahren kann.